Donnerstag, 19. November 2015

Tobias Matuschek und Sarah Plaza, Tamil Nadu, Indien


Nach der Tamil Summer School in Pondicherry haben wir uns gemeinsam auf den Weg zu unserem Praktikumsort gemacht (PILZ- Home for the Children Okkur, near Sivagangai). Inzwischen ist schon zwei Drittel unserer Praktikumszeit vorüber, mittlerweile sind die letzten 2 Wochen hier im Kinderheim angebrochen. Unsere Einrichtung ist ein christlich organisiertes Heim für Mädchen, welches im Moment 14 Kinder beherbergt. Diese kommen aus Familien, die zu wenig Geld für die Schulausbildung ihrer Kinder haben. Das Ganze wird durch Spendengelder aus Deutschland finanziert. Das Heim könnte man auch als Internat bezeichnen, da die Kinder während der Schulzeit hier wohnen und leben, aber zu Ferienzeiten nach Hause gehen.
Die größte Herausforderung für uns war es am Anfang die ganzen Namen zu merken, da wir fast jeden Tag in anderen Einrichtungen zu Besuch sind und jeder möchte natürlich das man seinen Namen nicht vergisst-da kann man schon durcheinander kommen.
Der Alltag hier ist ziemlich gut durchstrukturiert mit einigen Gebetszeiten/ Lernzeiten/Spielzeiten etc. an denen wir auch teilnehmen.Während die Kinder in der Schule sind, gehen wir andere Bildungseinrichtungen besuchen.
Montags besuchen wir ein nahegelegenes College, in dem Frauen zu Lehrern ausgebildet werden, indem wir mit den Studentinnen interagieren und an Vorlesungen teilnehmen.
Dienstags verbringen wir die Zeit mit Frauen (alle zwischen 18 und 20 Jahren), die gerade auf dem Weg sind Nonnen zu werden, hier haben wir schon am Musikunterricht und an weiteren Unterrichtsstunden teilgenommen. Mittwochs besuchen wir eine Schule, in der wir den Englisch Lehrer während des Unterrichts begleiten, hier sind alle Altersstufen vertreten. Donnerstags haben wir Zeit uns auszuruhen und Freitags begleiten wir die Kinder zur Schule. Durch die ganzen Einrichtungen, welche wir hier in der Umgebung besuchen, haben wir auch unterschiedliche Menschen kennen gelernt und viele neue Erfahrungen sammeln können. Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen und man hat sich über unsere Anwesenheit sehr gefreut. Leider mussten wir auch schlechte Erfahrungen machen, da wir in der Schule von unseren Mädchen keine Erlaubnis mehr haben dort am Schulleben teilzunehmen mit der Begründung, dass wir den Schulalltag durcheinander bringen. Am Wochenende verbringen wir unsere Zeit mit unseren Mädchen. Sonntags ist Gottesdienst in der Kirche, zu dem wir alle gemeinsam gehen.
Wir haben inzwischen auch schon einiges gesehen, da für uns unterschiedliche Ausflüge organisiert wurden (Madurai, Tirunelveli und ein längerer Ausflug in die Berge).
Letzte Woche haben wir einige Zeit im Kinderkrankenhaus in Sivagangai verbracht, da wir beide eine starke Lebensmittelvergiftung hatten. Dank den indischen Ärzten geht es uns jetzt wieder gut. Und natürlich ein Danke an die lieben Menschen hier im Heim, die gut für uns gesorgt haben, dass wir wieder auf die Beine kommen. Natürlich wird auch sonst sehr darauf geachtet, dass es uns gut geht und wir uns wohl fühlen. An dieser Stelle auch ein großes Danke an den Director David, der das hier alles für uns organisiert hat und uns auch herzlich willkommen geheißen hat. Das Heim wurde erst letztes Jahr eröffnet, deswegen waren wir die ersten Praktikanten hier, also war es nicht nur für uns etwas Neues, sondern für alle Beteiligten auch, es hat aber alles super funktioniert.
Wir können jedem ein Praktikum hier im PIlZ-Home empfehlen! Wir haben totale Erfahrungen sammeln können, tolle Menschen kennen lernen dürfen und haben sehr viel Spaß mit den Mädchen.
Wir genießen noch die restliche Zeit hier in Südindien, bevor es für Tobias weiter nach Ahmedabad (Gujarat) zu einem Praktikum in einem Start-up Unternehmen und für Sarah zurück nach Deutschland geht.
Ausflug mit den "werdenden" Nonnen in die Berge

Wir, unsere Mädchen, Director David, Schwester von David und Miss Elisa







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